HK learning und die Sportler des Jahres 2018

Lesedauer

7 Minuten

Thema

Projekte

Triathletin Daniela Ryf und Mountainbike-Seriensieger Nino Schurter sahnten vergangenes Wochenende die Titel «Sportlerin und Sportler des Jahres» ab. Ein Titel von vielen, den die Top-Athleten gewinnen konnten: Beide haben schon mehrere Weltmeister-Titel geholt, Schurter wird auch als “Roger Federer des Mountain-Bike-Sports” betitelt und Ryf wurde dieses Jahr zum viertel Mal in Folge Ironman-Weltmeisterin.

Von solchen sportlichen Erfolgen träumen viele – bis ganz an die Spitze schaffen es aber nur wenige. Die Gründe sind vielfältig: Zu wenig Talent, fehlender Wille, eine Verletzung zum falschen Zeitpunkt, zu wenig Unterstützung und/oder nicht ausreichende finanzielle Mittel. Letzterem wirkt die Stiftung Schweizer Sporthilfe entgegen – und ein kleines bisschen auch wir. Wie genau, erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Aller Anfang ist schwer

Der Weg zum Top-Athleten ist lang, zeitintensiv und teuer. In der Schweiz ist eine sportliche Karriere nicht so fest in der Gesellschaft verankert, wie in anderen Ländern. Wir setzen eher auf die berufliche Grundbildung oder eine schulische Laufbahn. Die Laufbahn auf dem Sportplatz bleibt indessen leer, denn neben der Ausbildung bleibt (fast) keine Zeit für Extra-Trainings. Hinzu kommt der finanzielle Aspekt: Talent und Wille alleine reichen nicht aus, ein Athlet braucht regelmässige Trainings und das richtige Material.

Für viele Familien sind die Sportambitionen ihrer Sprösslinge nicht nur ein grosser Zeitfaktor, sondern auch ein Kostenpunkt, den sie nicht so einfach aufbringen können. Um jungen Talenten und ihren Familien Unterstützung zu bieten und ihnen finanziell unter die Arme zu greifen, gibt es die Stiftung Schweizer Sporthilfe. Über verschiedene Förderinstrumente unterstützte sie in den vergangenen Jahren über 14’000 Schweizer Sporttalente auf ihrem Weg an die Spitze. Darunter befinden sich auch Topsportler wie Giulia Steingruber, Nicola Spirig – und unsere Sportler des Jahres 2018 Danilea Ryf und Nino Schurter. Sie alle (und noch viele mehr) profitierten in jungen Jahren von einer Sporthilfe-Patenschaft, von einem dieser Fördermittel.

Bei einer Sporthilfe-Patenschaft unterstützt ein Pate einen Nachwuchsathleten seiner Wahl mit 2’000 Franken pro Jahr. Dieser Betrag kann vom Athleten frei eingesetzt und z. B. in Trainings und Ausrüstung investiert werden. Damit die Athleten ins Programm aufgenommen werden, müssen sie gewisse Voraussetzungen erfüllen. Sind diese erfüllt, liegt es in ihrer Verantwortung, selbständig einen Paten zu finden und die Beziehung zu eben diesem zu pflegen.

Jugendlichen einen Rucksack zur Verfügung stellen

Eine Patenschaft ist eine gute Sache. Aber ein Pate muss zuerst gefunden werden – und das ist gar nicht so einfach. Die Jugendlichen müssen diesbezüglich einiges wissen und können, zum Beispiel, dass es die “Sporthilfe Patenschaft” und die “Stiftung Schweizer Sporthilfe” gibt, was eine Sporthilfe Patenschaft beinhaltet und bedeutet und wie sie ins Programm aufgenommen werden.

Diese Informationen an die Jugendlichen zu bringen – das war die Aufgabe, die wir für die Stiftung Schweizer Sporthilfe vergangenes Jahr lösen durften. Ziel war es, die Stiftung, das Patenschaftsprogramm und die Aufgaben, welche die 12-15-Jährigen übernehmen müssen, auf attraktive Art und Weise zu vermitteln. Schnell war klar: Wer Jugendlichen etwas erzählen möchte, das bleibt, muss sie dort abholen, wo sie verkehren. Doch wo genau ist das? Aus Studien wie etwa dem IGEM-digiMONITOR 2017 geht hervor, dass Jugendliche …

  • einen grossen Teil ihrer Zeit am Handy verbringen,
  • Bilder und Videos gegenüber lang(weilig)en Texten bevorzugen,
  • ihre Idole rund um die Uhr über Social Media-Kanäle begleiten.

Heisst für uns: 1. Mobile First, 2. Bilder und Videos vor Text und 3. Vorbilder. Diese drei Elemente wurden zu Eckpfeilern unseres Projektes – der “Sporthilfe-Toolbox”.

1. Mobile First – Informationen auf dem Smartphone

Mobile First – was heisst das in Bezug auf die Wahl der richtigen Technologie? Wer unseren Blog regelmässig liest, bei dem müssten jetzt die Glocken läuten: Mobile First, das heisst Articulate Rise (allen, bei welchen keine Glocken läuten, empfehle ich, diesen Blogbeitrag zu lesen.). Der ganz grosse Vorteil von Articulate Rise ist, dass Inhalte super responsive sind und auf allen Endgeräten gut aussehen – am allerbesten auf dem Tablet und dem Smartphone. So haben die Jugendlichen die Informationen stets zur Hand.

2. Bilder und Video vor Text

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, ein Video mehr als 1000 Bilder. Und dennoch müssen gewisse Informationen als Text vermittelt werden. Es galt einen guten Mix zu finden und die Jugendlichen über emotionale Bilder anzusprechen und mit wenigen, gut formulierten Texten zu informieren. Alles, was sie nicht zwingend wissen müssen, bleibt weg, alles, was sie wissen müssen, wird als kurzer Textabschnitt gestaltet und wenn möglich in eine (Check-)Liste verpackt.

Um den Spieltrieb der Jugendlichen zu wecken, haben wir interaktive Elemente wie z. B. Akkordeons und Flipping Cards eingesetzt.

3. Vorbilder

Wer kann glaubhafter und besser informieren als jene, die denselben Weg gegangen sind, jene, die wissen, von was sie sprechen, jene, die es an die Spitze geschafft haben? Genau, niemand. Daher kommen in der Toolbox Top-Athleten wie Daniela Ryf, Nino Schurter, Lea Sprunger und Guilia Steingruber zu Wort. Mittels Zitaten und Bildern werden den Jugendlichen Informationen vermittelt – direkt von ihren Idolen.

Giulia Steingruber

Und wie sieht das jetzt aus?

Über den QR-Code gelangst du zur Sporthilfe-Toolbox und kannst dir selber ein Bild machen, wer die Stiftung Schweizer Sporthilfe ist, was eine Sporthilfe-Patenschaft beinhaltet und welche Ratschläge Nino Schurter und Daniela Ryf den Nachwuchsathleten mit auf den Weg geben.

Am besten scannst du den QR-Code mit deinem Smartphone – denn für dieses Gerät wurde die Toolbox optimiert! Mit Klick auf den QR-Code kannst du die Desktop-Version öffnen.

Gemeinsam an die Spitze

Letzten November war es dann soweit und das Projekt wurde offiziell ausgerollt.

In diesem Rahmen konnten wir die Toolbox am Patenschafts-Event im Verkehrshaus in Luzern präsentieren und hautnah miterleben, wie unser Produkt ankam. Vor Ort waren ca. 200 Nachwuchsathleten – und darunter mit grosser Wahrscheinlichkeit auch die zukünftigen Sportlerinnen und Sportler des Jahres!

Eine Patenschaft ist eine gute Sache – für den Athleten, wie auch für den Paten. Falls du einen möglichen künftigen Top-Athleten unterstützen möchtest, findest du hier weitere Informationen.

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HK learning und die Sportler des Jahres 2018

Autorin: Simone

Lesedauer: 7 Minuten

Thema: Projekte

Triathletin Daniela Ryf und Mountainbike-Seriensieger Nino Schurter sahnten vergangenes Wochenende die Titel «Sportlerin und Sportler des Jahres» ab. Ein Titel von vielen, den die Top-Athleten gewinnen konnten: Beide haben schon mehrere Weltmeister-Titel geholt, Schurter wird auch als “Roger Federer des Mountain-Bike-Sports” betitelt und Ryf wurde dieses Jahr zum viertel Mal in Folge Ironman-Weltmeisterin.
Von solchen sportlichen Erfolgen träumen viele – bis ganz an die Spitze schaffen es aber nur wenige. Die Gründe sind vielfältig: Zu wenig Talent, fehlender Wille, eine Verletzung zum falschen Zeitpunkt, zu wenig Unterstützung und/oder nicht ausreichende finanzielle Mittel. Letzterem wirkt die Stiftung Schweizer Sporthilfe entgegen – und ein kleines bisschen auch wir. Wie genau, erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Aller Anfang ist schwer

Der Weg zum Top-Athleten ist lang, zeitintensiv und teuer. In der Schweiz ist eine sportliche Karriere nicht so fest in der Gesellschaft verankert, wie in anderen Ländern. Wir setzen eher auf die berufliche Grundbildung oder eine schulische Laufbahn. Die Laufbahn auf dem Sportplatz bleibt indessen leer, denn neben der Ausbildung bleibt (fast) keine Zeit für Extra-Trainings. Hinzu kommt der finanzielle Aspekt: Talent und Wille alleine reichen nicht aus, ein Athlet braucht regelmässige Trainings und das richtige Material.
Für viele Familien sind die Sportambitionen ihrer Sprösslinge nicht nur ein grosser Zeitfaktor, sondern auch ein Kostenpunkt, den sie nicht so einfach aufbringen können. Um jungen Talenten und ihren Familien Unterstützung zu bieten und ihnen finanziell unter die Arme zu greifen, gibt es die Stiftung Schweizer Sporthilfe. Über verschiedene Förderinstrumente unterstützte sie in den vergangenen Jahren über 14’000 Schweizer Sporttalente auf ihrem Weg an die Spitze. Darunter befinden sich auch Topsportler wie Giulia Steingruber, Nicola Spirig – und unsere Sportler des Jahres 2018 Danilea Ryf und Nino Schurter. Sie alle (und noch viele mehr) profitierten in jungen Jahren von einer Sporthilfe-Patenschaft, von einem dieser Fördermittel.
Bei einer Sporthilfe-Patenschaft unterstützt ein Pate einen Nachwuchsathleten seiner Wahl mit 2’000 Franken pro Jahr. Dieser Betrag kann vom Athleten frei eingesetzt und z. B. in Trainings und Ausrüstung investiert werden. Damit die Athleten ins Programm aufgenommen werden, müssen sie gewisse Voraussetzungen erfüllen. Sind diese erfüllt, liegt es in ihrer Verantwortung, selbständig einen Paten zu finden und die Beziehung zu eben diesem zu pflegen.

Jugendlichen einen Rucksack zur Verfügung stellen

Eine Patenschaft ist eine gute Sache. Aber ein Pate muss zuerst gefunden werden – und das ist gar nicht so einfach. Die Jugendlichen müssen diesbezüglich einiges wissen und können, zum Beispiel, dass es die “Sporthilfe Patenschaft” und die “Stiftung Schweizer Sporthilfe” gibt, was eine Sporthilfe Patenschaft beinhaltet und bedeutet und wie sie ins Programm aufgenommen werden.
Diese Informationen an die Jugendlichen zu bringen – das war die Aufgabe, die wir für die Stiftung Schweizer Sporthilfe vergangenes Jahr lösen durften. Ziel war es, die Stiftung, das Patenschaftsprogramm und die Aufgaben, welche die 12-15-Jährigen übernehmen müssen, auf attraktive Art und Weise zu vermitteln. Schnell war klar: Wer Jugendlichen etwas erzählen möchte, das bleibt, muss sie dort abholen, wo sie verkehren. Doch wo genau ist das? Aus Studien wie etwa dem IGEM-digiMONITOR 2017 geht hervor, dass Jugendliche …
  • einen grossen Teil ihrer Zeit am Handy verbringen,
  • Bilder und Videos gegenüber lang(weilig)en Texten bevorzugen,
  • ihre Idole rund um die Uhr über Social Media-Kanäle begleiten.
Heisst für uns: 1. Mobile First, 2. Bilder und Videos vor Text und 3. Vorbilder. Diese drei Elemente wurden zu Eckpfeilern unseres Projektes – der “Sporthilfe-Toolbox”.

1. Mobile First – Informationen auf dem Smartphone

Mobile First – was heisst das in Bezug auf die Wahl der richtigen Technologie? Wer unseren Blog regelmässig liest, bei dem müssten jetzt die Glocken läuten: Mobile First, das heisst Articulate Rise (allen, bei welchen keine Glocken läuten, empfehle ich, diesen Blogbeitrag zu lesen.). Der ganz grosse Vorteil von Articulate Rise ist, dass Inhalte super responsive sind und auf allen Endgeräten gut aussehen – am allerbesten auf dem Tablet und dem Smartphone. So haben die Jugendlichen die Informationen stets zur Hand.

2. Bilder und Video vor Text

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, ein Video mehr als 1000 Bilder. Und dennoch müssen gewisse Informationen als Text vermittelt werden. Es galt einen guten Mix zu finden und die Jugendlichen über emotionale Bilder anzusprechen und mit wenigen, gut formulierten Texten zu informieren. Alles, was sie nicht zwingend wissen müssen, bleibt weg, alles, was sie wissen müssen, wird als kurzer Textabschnitt gestaltet und wenn möglich in eine (Check-)Liste verpackt.
Um den Spieltrieb der Jugendlichen zu wecken, haben wir interaktive Elemente wie z. B. Akkordeons und Flipping Cards eingesetzt.

3. Vorbilder

Wer kann glaubhafter und besser informieren als jene, die denselben Weg gegangen sind, jene, die wissen, von was sie sprechen, jene, die es an die Spitze geschafft haben? Genau, niemand. Daher kommen in der Toolbox Top-Athleten wie Daniela Ryf, Nino Schurter, Lea Sprunger und Guilia Steingruber zu Wort. Mittels Zitaten und Bildern werden den Jugendlichen Informationen vermittelt – direkt von ihren Idolen.

Giulia Steingruber

Und wie sieht das jetzt aus?

Über den QR-Code gelangst du zur Sporthilfe-Toolbox und kannst dir selber ein Bild machen, wer die Stiftung Schweizer Sporthilfe ist, was eine Sporthilfe-Patenschaft beinhaltet und welche Ratschläge Nino Schurter und Daniela Ryf den Nachwuchsathleten mit auf den Weg geben.
Toolbox öffnen

Gemeinsam an die Spitze

Letzten November war es dann soweit und das Projekt wurde offiziell ausgerollt.
In diesem Rahmen konnten wir die Toolbox am Patenschafts-Event im Verkehrshaus in Luzern präsentieren und hautnah miterleben, wie unser Produkt ankam. Vor Ort waren ca. 200 Nachwuchsathleten – und darunter mit grosser Wahrscheinlichkeit auch die zukünftigen Sportlerinnen und Sportler des Jahres!
Eine Patenschaft ist eine gute Sache – für den Athleten, wie auch für den Paten. Falls du einen möglichen künftigen Top-Athleten unterstützen möchtest, findest du hier weitere Informationen.
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